IG Arheilger Bürger

Frankf. Landstrasse

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Frankf. Landstrasse
Stadtplanung
Verkehr
Natur, Umwelt

Die Arheilger Westumgehung ist vollendet. Die Arheilger Bevölkerung und Wirtschaft erwarten, dass sich die Stadt Darmstadt der Frage der Umgestaltung der Frankfurter Landstraße nun intensiver annimmt.  Insbesondere sollten kurzfristig Maßnahmen vorbereitet und zügig durchgeführt werden, um die Umwelt-, Lebens- und Geschäftsbedingungen entlang der Frankfurter Landtrasse wesentlich zu  verbessern.

Im Jahre 2002 sind in einem Planungsbeirat mögliche  Gestaltungsvorschläge zum Umbau der Frankfurter Landstrasse und des Arheilger Ortskerns erarbeitet worden. 

 Hier finden Sie die Ergebnisse

 

In 2000 haben wir schon Vorschläge zur Umgestaltung veröffentlicht:

Die Arheilger B3-Umgehung ist fertig -

Nutzen wir die Chance zur Umgestaltung

der Frankfurter Landstrasse (Nov.2000)

Vorbemerkung der IGAB
Sofortprogramm
Die neue B3-Umgehung entlastet Arheilgen unzureichend
Was soll mit dem Umbau erreicht werden?

Was kann mit einem Sofortprogramm erreicht werden?
Was ist nur längerfristig zu erreichen?
Neuaufteilung des Straßenraumes zwischen Glockengartenweg und Fuchsstraße
  Nordabschnitt (Querschnitt auf der Höhe Böcklerstraße)
  Mittelabschnitt (Querschnitt auf der Höhe Römerstraße)
  Südabschnitt (Querschnitt auf der Höhe Jungfernstraße)
Neuaufteilung des Straßenraumes zwischen Fuchsstraße und Virchowstraße
Neugestaltung der Kreuzung am Schwaneneck
Bild Schwaneneck 

Kreisverkehr am Glockengartenweg
Bild Glockengartenweg

Die IGAB-Arbeitsgruppe

 

Die Arheilger Westumgehung steht kurz vor der Vollendung. Die Arheilger Bevölkerung und Wirtschaft erwarten, dass sich die Stadt Darmstadt zusätzlich zur bereits vorbereiteten Umgestaltung der Kreuzung Virchowstraße der Frage der Umgestaltung der Frankfurter Landstraße nun intensiver annimmt.  Insbesondere sollten folgende Maßnahmen vorbereitet und zügig durchgeführt werden:

  • Sperrung der Arheilger Ortsdurchfahrt für den Schwerlastverkehr Anordnung von Tempo 30 zwischen nördlichen Ortseingang und Virchowstraße
  • Änderung der Straßenbeschilderung entsprechend dem neuen Verlauf der Bundesstraße B3 im Stadtgebiet
  • Änderung der Ampelschaltungen in der Ortsdurchfahrt Arheilgen zugunsten des Querverkehrs (vor allem Fußgänger)
  • Anlage eines provisorischen Kreisels an der Einmündung Glockengartenweg
  • Kontrolle des von Norden kommenden Kraftfahrzeugverkehrs mittels einer an der Ortseinfahrt fest installierten Radaranlage
  • Einbau von provisorischen Fußgängerinseln auf der Frankfurter Landstraße als zusätzliche Querungshilfen
  • Erörterung der Ergebnisse des von der Stadt in Auftrag gegebenen städtebaulichen Gutachtens zur Umgestaltung der Frankfurter Landstraße mit der Bürgerschaft und der Wirtschaft 
  • Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs für den Bereich um den Goldnen Löwen
  • Umsetzung der langfristigen Maßnahmen wie Straßenbahngleisumbau und -verlängerung, Straßenumbau, Begrünung sowie Gestaltung der Parkstreifen, Fuß- und Radwege

 

Vorbemerkung der IGAB

Die B3-Umgehung ist zwar schon länger in Betrieb, die Arheilger Ortsdurchfahrt ist aber nach wie vor mit starkem Durchgangsverkehr belastet. Daran wird sich auch nach Fertigstellung der Anbindung der Virchowstraße an die B3-Umgehung wenig ändern, wenn nicht Maßnahmen zur Umgestaltung der Frankfurter Landstraße Platz greifen. Vor allem ist es notwendig, durch bauliche und ordnungspolitische Maßnahmen den Autoverkehr zu reduzieren und zu entschleunigen, damit die Lebens-, Umwelt- und Wohnqualität wie auch die Bedingungen für die Geschäftswelt entlang der Frankfurter Landstraße verbessert werden. Pläne hierzu werden seitens der Stadt schon lange geschmiedet, sie sind aber offensichtlich noch nicht entscheidungsreif und werden deswegen nicht öffentlich diskutiert. 

Die Interessengemeinschaft Arheilger Bürger e.V. (IGAB) ist der Auffassung, dass die Zeit drängt, um die Frankfurter Landstraße der Bevölkerung als zentralen Versorgungs-, Erlebnis- und Lebensraum wieder zurückzugeben.

 

Die Arheilger B3-Umgehung ist fertig;

nutzen wir die Chance zur Umgestaltung

der Frankfurter Landstrasse

   

Die neue B3-Umgehung entlastet Arheilgen unzureichend

 Die neue B3-Umgehung hat bisher nicht viel zur Entlastung der Frankfurter Landstraße beigetragen. Der Permanentstau Richtung Innenstadt zwischen 08.00 und 09.00 Uhr und Teile des überregionalen Schwerlastverkehrs sind zwar weggefallen, die Verkehrsbelastung ist aber nach wie vor sehr hoch, wie jeder erfährt, der die Straße als Fußgänger überqueren oder mit dem Auto aus einer Seitenstraße kommend einbiegen will. Es ist zu befürchten, dass sich an diesem Zustand auch nicht allzu viel ändern wird, wenn die Virchowstraße an die B3-Umgehung angebunden ist. Ursache ist der geringe Zeitvorteil, die die Benutzung der Umgehungsstraße mit sich bringt. Sehr viele Autofahrer, die durch Arheilgen fahren, haben das Ziel Innenstadt - oder kommen von dort. Die geradlinig durch Arheilgen verlaufende Ortsdurchfahrt ist für viele dieser Verkehrsteilnehmer immer noch attraktiver als das Umgehungsstraßensystem. Eine bogenförmige Umfahrung Arheilgens ist mit Umwegen verbunden. Der Kreisverkehr in der Virchowstraße und die ampelgesteuerte Anbindung an die B3-Umgehung werden insbesondere Fahrten in Richtung Norden verzögern.

 Eine bessere Entlastung der Arheilger Ortsdurchfahrt ist erst dann zu erreichen, wenn weitere wichtige Straßenbaumaßnahmen und Straßenverbindungen geschaffen werden. Das sind nicht nur die Anbindung der Virchowstraße an die B3-Umgehung, vor allem auch zur besseren Erschließung von Merck, sondern auch die Weiterführung der B3-Umgehung nach Süden mit Anbindung an Mainzer Straße, Dornheimer Weg/Bismarckstraße und Rheinstraße zur Entlastung der Frankfurter Landstraße vom Verkehr Richtung Innenstadt und die Verlängerung des Carl-Schenck-Rings südlich des Hornbach-Baumarktes bis zur Pallaswiesenstraße als Darmstädter Nord- und Arheilger Südtangente. Auch muss die Einfahrtssituation im Norden und im Süden von Arheilgen so geändert werden, dass klar wird, dass es sich nur noch um eine Ortsstraße handelt. Die Ortsdurchfahrt sollte so gestaltet werden, dass Zeitvorteile bei der Benutzung der Umgehung deutlich werden.

 Was soll mit dem Umbau erreicht werden?

 Die Stadt arbeitet zusammen mit einem Planungsbüro an Konzepten, um die Frankfurter Landstraße als zentralen Stadtraum für Arheilgen neu zu gestalten und zu beleben. Da vorgesehen ist, die Bürgerschaft bald in die Diskussion über diese Planungen einzubeziehen, hat sich die von der IGAB organisierte Arbeitsgruppe nicht nur mit kurzfristig zur Verkehrs-beruhigung zu ergreifenden Maßnahmen, sondern auch mit Zielen und einem schlüssigen Konzept einer längerfristig angelegten Planung zur Umgestaltung auseinandergesetzt.

  Mit einer Umgestaltung der Arheilger Ortsdurchfahrt sollen vor allem folgende Ziele erreicht werden:

  • Bessere Wohn- und Lebensqualität für die Anwohner der Straße
  • Bessere Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten für die Arheilger Bevölkerung
  • Höhere Attraktivität als Einkaufs- und Dienstleistungszentrums für das Umland
  • Städtebauliche Aufwertung des Straßenraumes als Aufenthaltszone und Flaniermeile durch 
  • mehr Verkehrsraum für Fußgänger und Radfahrer
  • vielfältige und sichere Möglichkeiten zur Überquerung der Straße
  • Begrünungen im Straßenraum
  • Besseres Nahverkehrsangebot u.a. durch Ausbau und Verlängerung der Straßenbahnlinie
  • Minderung des Durchgangsverkehrs von Kraftfahrzeugen nach/von Darmstadt
  • Bessere Anordnung des ruhenden PKW-Verkehr und mehr geordnete Fahrradabstellmöglichkeiten

Was kann mit einem Sofortprogramm erreicht werden?

Insbesondere der Weiterbau der B3-Umgehung nach Süden wird noch lange dauern wie auch die Umgestaltung der Frankfurter Landstraße mit Straßenbahnausbau, Radwegebau und der Anlage von Parkstreifen mit integrierten Baumreihen. Darauf zu hoffen und zu warten ist unakzeptabel. Vielmehr gilt es, bald mit kleineren baulichen und ordnungspolitischen Maßnahmen zur Entlastung Arheilgens von unnötigem Durchgangsverkehr zu beginnen, um die Lebens-, Umwelt- und Wohnqualität, wie auch die Bedingungen für die Geschäftswelt im Bereich der Frankfurter Landstraße, zu verbessern.

Die Frankfurter Landstraße hat die Eigenschaft als Bundesstraße verloren. Sie ist nun Gemeindestraße. Wenn im Spätsommer 2000 die Brücke der Virchowstraße fertig und damit der Bau der Arheilger Umgehung abgeschlossen ist, können Verbesserungen schnell und mit geringem Aufwand erreicht werden. Um den Autoverkehr im Ortskern zu entschleunigen und für Fußgänger die Querung der Straße zu sichern und zu erleichtern, werden folgende sofort in Angriff zu nehmenden Umgestaltungsmaßnahmen vorgeschlagen:

  • Umgestaltung der Kreuzung Virchowstraße mit Baumtor (bereits in Vorbereitung)
  • Sperrung der Ortsdurchfahrt für Schwerlastverkehr
  • Tempo 30 im Bereich der gesamten Ortsdurchfahrt
  • Änderung der Straßenschilder in Darmstadt bezüglich des neuen Verlaufs der B3
  • Änderung der Ampelschaltungen in der Ortsdurchfahrt zugunsten der Fußgänger
  • Anlage eines provisorischen Kreisverkehrs an der Einmündung Glockengartenweg
  • Kontrolle des von Norden kommenden Verkehrs mit Hilfe einer an der Ortseinfahrt festinstallierten Radaranlage
  • Provisorische Fußgängerinseln als Querungshilfen an der Einmündung Fröbelweg, nördlich und südlich der Römerstraße, südlich der Dürerstraße und südlich des Gehmerweges
  • Verbesserung des Erscheinungsbildes im gesamten Verlauf der Frankfurter Landstraße

Die im Folgenden zusätzlich zu der in Kürze anstehenden Umgestaltung der Kreuzung Virchowstraße vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen sind verglichen mit den Kosten für die B3-Umgehung und den B3-Rückbau geringfügig und daher auch als Übergangslösungen finanziell zu vertreten.

Im Süden und Norden müssen die Ortseinfahrten nach Arheilgen durch Straßenschilder für den Schwerlastverkehr, ausgenommen Anliegerverkehr, gesperrt werden. Außerdem müsste für die Frankfurter Landstraße zwischen dem nördlichen Ortseingang und der Virchowstraße als Höchstgeschwindigkeit 30 km/h vorgeschrieben werden. Damit würde kurzfristig bereits die Verkehrssicherheit vor allem für Radfahrer erhöht, die Gefährdung der Fußgänger reduziert, das Überqueren der Straße erleichtert, den Fahrern ein- und ausparkender Fahrzeuge geholfen und die Lärm- und Abgasentwicklung vermindert werden. Es würde nicht nur die Umwelt- und die Wohnqualität für die Straßenanwohner verbessert werden, sondern die Maßnahme käme auch der Geschäftswelt zugute und dient auch der Erhöhung der Sicherheit. Die Tempo-30-Regelung macht die Nutzung der Umgehungsstraße attraktiver, da dann ein Zeitvorteil von ca. 1 Minute besteht. Beim Straßenbahnverkehr führt Tempo 30 zu keiner wesentlichen Verzögerung, da die Bahn nur im Abschnitt zwischen Fuchsstraße und Löwen diese Geschwindigkeitsbegrenzung beachten müsste und im Südabschnitt auf eigenem Gleiskörper fahrend nicht betroffen wäre. Auch für den Busverkehr bringt eine Tempobegrenzung keine besondere Verzögerung, da die Strecke von Norden bis zum Löwen nicht sehr lang ist und an zwei Haltestellen angehalten und wieder angefahren werden muss. Eine Tempo-30-Regelung ist zudem preiswert und schnell realisierbar.

Mit einer besseren Beschilderung muss endlich klar dargestellt werden, dass die Bundesstraße B3 aus Darmstadt kommend nicht mehr durch Arheilgen führt, sondern ab Kasinostraße über die Pallaswiesenstraße und die Gräfenhäuser Straße zur neuenB3-Umgehungsstraße verläuft. Zwar ist die Beschilderung entlang der neuen B3-Umgehung in Ordnung, aus Richtung Innenstadt wird aber der B3-Verkehr nach wie vor Richtung Arheilgen geleitet. Das trifft zunächst auf die Kreuzung Pallaswiesen-/Kasinostraße zu, wo für den aus der Stadt kommende Verkehr die B3 nicht zur Pallaswiesenstraße führt, sondern über die östliche Kasinostraße und Frankfurter Straße und damit Richtung Arheilgen ausgeschildert ist. Gleiches gilt auch für die Kreuzung Rhönring, wo der aus der Stadt kommende Verkehr in Richtung Frankfurt nach Norden und nicht über Kasinostraße, Pallaswiesenstraße, Gräfenhäuser Straße zur neuen B3-Umgehung geleitet wird. So ist es auch an der Kreuzung am Carl-Schenck-Ring, wo es Richtung Frankfurt nach Norden und nicht nach Westen zur B3-Umgehung geht. Schilder lenken zwar zunächst nur Ortsunkundige, sie informieren und werben aber auch bei Ortskundigen, eine neue Fahrtroute zu nehmen.

Eine schnelle Verbesserung wäre auch durch die provisorische Anlage von Kreiseln und Querungshilfen in den Straßenbereich möglich. So wird von der Arbeitsgruppe konkret vorgeschlagen, auf der breiten Straßenfläche südlich der Bauminsel am Glockengartenweg ohne viel Aufwand einen Kreisel anzulegen. Damit würde die Einfahrt nach Arheilgen etwas abgebremst und unterstreicht die Tempo-30-Regelung. Zusätzlich sollte der von Norden kommenden Verkehrs mit Hilfe einer an der Ortseinfahrt festinstallierten Radaranlage kontrolliert werden.  Zur Anlage eines Kreisverkehres müssten nur die Verkehrsinsel am Glockengartenweg (unter Erhaltung der Straßenlaterne) und der nördliche Bürgersteig etwas zurückgebaut, die Fahrbahn nach Osten erweitert und die Verkehrsflächen durch Abmarkierungen neu geordnet werden. Die Innenfläche des Kreisels könnte mit Fertigbauelementen, die auf die

Straße aufgeschraubt werden und leicht wieder entfernt werden können, gestaltet werden.

Unabhängig von diesem Kreisverkehr wäre die Zu- und Abfahrt beim Tankstellengelände nicht beeinträchtigt.

Der Reduzierung der Verkehrsbelastung wären auch weitere Fußgängerinseln nicht nur an den Bushaltestellen dienlich. Als Querungshilfen sind Fußgängerinseln aus Fertigteilen vorstellbar, die in die Straßenmitte oder als Erweiterung des Bürgersteiges am Straßenrand eingebaut werden. Diese Elemente sind mit geringem Aufwand (Verdübelung in die Straßendecke) einzubauen und finanziell vertretbar. Der komplette Einbau kostet nur ca. 5 000.- DM pro Insel. So sollte im Nordabschnitt der Frankfurter Landstraße zusätzlich zu den bereits bestehenden Fußgängerinseln an der Böcklerstraße und am Kolpingweg eine weitere Querungshilfe am Fröbelweg eingebaut werden, damit Fußgänger und Radfahrer aus dem westlichen Wohngebiet besser zur anderen Straßenseite wechseln können. Zwei weitere Querungshilfen wären sodann auch an der „Reitbahn“ südlich und nördlich der Römerstraße erforderlich, da hier eine breite Straßen zu überqueren ist.

Zwischen Löwen und Fuchsstraße können wegen des Straßenbahngleises keine Einbauten in die Straße vorgenommen werden. Hier sollten aber Querstreifen auf der Fahrbahn aufgezeichnet werden, die auf den Autoverkehr bremsend wirken können. Auch sollte schnellstens die Ampel an der Feuerwehr so umgestellt werden, dass Fußgänger die Straße bei Grün bereits nach spätestens 10 Sekunden (statt bisher nach 60 Sekunden) überqueren können. Diese

Querungshilfe ist dringend notwendig, da beiderseits der Frankfurter Landstraße größere Wohngebiete liegen. Die Bewohner suchen die Geschäfte auf und viele Kinder müssen auf dem Schulweg die Straße überqueren.

Südlich der Fuchsstraße sind wieder Fußgängerinseln machbar, wenn die nach Süden verlaufende Fahrbahn an diesen Stellen etwas nach Westen verschwenkt wird. Geeignete Standorte für Querungshilfen wären südlich der Dürerstraße und zwischen Gehmerweg und Fiedlersee, da auch hier Schulkinder die Straße queren.

Möglichst bald sollte auch das Straßenbild der Frankfurter Landstraße verbessert werden. Der derzeitige Straßencharakter ist auch mit daran Schuld, dass nach wie vor Arheilgen zügig durchfahren wird. Die Fahrbahn der Frankfurter Landstraße ist teilweise zu breit mit der Konsequenz, dass die Bürgersteige zu schmal sind und der Parkraum zu eng ist. Vor allem ist das für eine Einkaufsstraße typische Wechseln von der einen zur anderen Straßenseite mühsam und nach wie vor abseits ampelgeregelter Überwege gefährlich. An den Ampeln müssen zudem die Fußgänger zu lange auf Grün warten, und die Grünphase ist für sie zu kurz. Alle Randflächen längs der Straße werden zum Parken genutzt, d.h. es fehlen vor allem Bäume und Verweil-zonen. Auch ist die Straßenbeleuchtung vorrangig auf die Fahrbahnen gerichtet und beleuchtet schlecht die Gehsteige und Randzonen.

Was ist nur längerfristig zu erreichen?

Die Stadt wird in einiger Zeit ihre Vorschläge zum Umbau der Frankfurter Landstraße vorlegen, die auf einem Gutachten eines Darmstädter Planungsbüros beruhen. Dabei geht es u.a. um den zweigleisigen Ausbau und die Verlängerung der Straßenbahnlinie bis zum Ortsausgang Arheilgen, die Neugestaltung des Straßenraumes zwischen Virchowstraße und den Drei Brücken und die Umgestaltung der Plätze am Goldnen Löwen (Wegfall der Straßenbahngleisschleife) und am Weißen Schwanen. Die Arbeitsgruppe hat sich bisher mit drei Fragen beschäftigt:

- Neuaufteilung des Straßenraumes der Frankfurter Landstraße

- Neugestaltung der Kreuzung am Schwaneneck

- Kreisverkehr am Glockengartenweg

Neuaufteilung des Straßenraumes zwischen Glockengartenweg und Fuchsstraße

Zwischen Fuchsstraße und dem Nordausgang Arheilgen hat die Frankfurter Landstraße nur eine Breite von 16,0 bzw. 16,5 Metern (im Abschnitt Reitbahn). In diesen Abschnitten steht der Straßenraum derzeit vorrangig dem Autoverkehr zur Verfügung. Mit unseren Vorschlägen werben wir dafür, den Verkehrsraum für den fließenden und ruhenden KFZ-Verkehr und die Straßenbahn auf das unabdingbar notwendige Maß zu begrenzen und auf beiden Straßenseiten viel Platz für Fußgänger und Radfahrer zu belassen.

Ziel ist es, auch in diesen Abschnitten der Frankfurter Landstraße trotz des recht schmalen Straßenraumes möglichst vielen Nutzungsfunktionen gerecht zu werden:

  • zweigleisiger Straßenbahnausbau
  • Autoverkehr in beiden Richtungen
  • Autoparkplätze auf beiden Seiten
  • eigene Radwege in beiden Richtungen
  • auf beiden Seiten ausreichend breite Fußwege und
  • möglichst viel Grün (wie Bäume, Rabatten) auf beiden Straßenseiten

Im 16 bzw. 16,5 Meter breite Straßenraum ist kein eigener Gleiskörper für die Straßenbahn möglich. Daher müssen Straßenbahn und Autoverkehr eine gemeinsame Verkehrsfläche erhalten. Wenn für

  • zwei Straßenbahngleise (zugleich Fahrstraßen) insgesamt 6 Meter,
  • zwei Radwege à 1,25 Meter zusammen 2,5 Meter und
  • beiderseitige Autoparkstreifen (mit Bauminseln) à 2,0 Meter d.h. 4,0 Meter

benötigt werden, verbleibt auf beiden Seiten nur noch Platz für einen Fußweg von 1,75 Metern Breite, gerade genug Platz zum Laufen aber nicht mehr zum Begegnen.

Dieses Profil, das technischen Normen entspricht und deshalb sicher seitens der Stadt in die Diskussion gebracht wird, hat den Nachteil, dass in einer Breite von 12,5 Metern zwischen den Bordsteinen fast alles für den fließenden und ruhenden Verkehr benötigt wird  und am Rand für Fußgänger, die bummeln, vor Schaufenstern verweilen oder zu einem Gespräch mal stehen bleiben wollen, fast kein Raum mehr verbleibt.

Mehr Raum für Fußgänger, Anwohner, Ladenkunden verblieben, wenn Rad und Fußweg seitlich zusammengefasst würden und für den Straßenraum dann nur 10,5 Meter oder bei Verzicht auf einen Parkstreifen sogar nur noch 8 Meter verblieben. Unter Berücksichtigung dieser Überlegungen schlägt der Arbeitskreis die folgenden Profile vor.

 

  Nordabschnitt

Auf der Verkehrsfläche von 6 Metern in der Mitte werden KFZ-Verkehr und Straßenbahn in beiden Richtungen gemeinsam geführt. Seitlich werden auf beiden Seiten 2 Meter breite Parkstreifen, die von Bauminseln unterbrochen sind, angeordnet. Für Fußgänger und Radfahrer verbleiben damit auf beiden Seiten Zonen, die mit 3 Metern breit genug sind, damit sich Fußgänger und Radfahrer nicht behindern, die aber auch Raum zum Verweilen geben. Mit 10 Metern ist die Fläche zwischen den Bürgersteigen schmaler als die heutige Straßenfläche mit 11,75 Metern in diesem Abschnitt.  

Bild: Schnitt Römerstrasse

  Mittelabschnitt

Bei 16,5 Metern Gesamtbreite stehen heute zwischen den Bürgersteigen 12,10 Meter als Verkehrsfläche zur Verfügung. Um auch hier beiderseits jeweils 3 Meter für Fußgänger und Radfahrer sicherzustellen, wird eine Verkehrsfläche von 6,5 Metern in der Mitte für den in beiden Richtungen fließenden KFZ-Verkehr und die Straßenbahn und beiderseits ein 2 Meter breiter, von Bauminseln unterbrochener, Parkstreifen vorgeschlagen. Die Straßenbreite würde damit auf 10,5 Meter reduziert.  

Bild:_Schnitt_Jungfernstrasse

  Südabschnitt

Für diesen Straßenabschnitt wird das gleiche Profil wie für den Nordabschnitt vorgeschlagen, da auch hier die Straßenbreite nur 16 Meter beträgt. Da es in diesem Abschnitt zahlreiche Geschäfte gibt, ist die beiderseitige Zone für Fußgänger und Radfahrer mit  jeweils 3 Metern Breite besonders wichtig.

Bild: Schnitt Dürerstrasse 

Neuaufteilung des Straßenraumes zwischen Fuchsstraße und Virchowstraße

Südlich der Fuchsstraße ist der Straßenraum breiter und durch die angrenzenden Vorgärten großzügiger geprägt. In diesem Abschnitt ist Platz für ein Straßenbahngleis auf eigenem Gleiskörper. Es wird daher folgende Aufteilung der Straßenflächen vorgeschlagen: In der Mitte liegt ein 3 Meter breiter Gleiskörper für die Straßenbahn Richtung Innenstadt. Das Straßenbahngleis Richtung Norden liegt dann in der östlich angrenzenden Straßenfläche mit 3,5 Metern Breite. Westlich des gesonderten Gleiskörpers steht dann eine eigene Verkehrsfläche von 3,5 Metern für den KFZ-Verkehr Richtung Süden zur Verfügung. Bei diesem Profil verbleibt nur auf der Westseite Platz für einen mit Bauminseln unterbrochenen 2 Meter breiten Streifen für parkende Fahrzeuge. Außerhalb der Gesamtverkehrsfläche von insgesamt 12 Metern sind beiderseits Zonen für Fußgänger und Radfahrer mit  jeweils 3 Metern möglich. Um auch auf der Ostseite der Straße eine Baumreihe zu realisieren, werden diese inmitten der Fußgänger/Radfahrer-Zone angeordnet.

Neugestaltung der Kreuzung am Schwaneneck

Um den Verkehr in der Frankfurter Landstraße erträglicher zu machen und den Ortskern aufzuwerten, bedarf es besonderer Maßnahmen. Dabei kann man nicht davon ausgehen, dass die Frankfurter Landstraße jemals tatsächlich „verkehrsberuhigt“ werden wird - dies wäre wohl nicht mal wünschenswert, denn sie ist schließlich die zentrale Achse durch unseren Stadtteil und soll eine lebendige Mitte sein. Ziel der Planung ist es auch hier, Straßenbahn-, Auto-, Fußgänger- und Fahrradverkehr in Einklang miteinander zu bringen und die Straße gleichzeitig räumlich aufzuwerten - ein wahrhaft hoher Anspruch.

Ein besonderer Problemraum ist die Reitbahn, die als Geschäftsstraße weiter aufgewertet werden und am Nordende einen attraktiven Abschluss erhalten sollte. Die Arbeitsgruppe hat diesen Straßenabschnitt exemplarisch ausgewählt und dafür einen kleinen Detailentwurf skizziert. Gewählt wurde dieser Kreuzungsbereich Frankfurter Landstraße/Messeler Straße ausmehreren Gründen. Zum einen wird dieser Abschnitt im Gegensatz zum Löweneck oder zu den Ortseingängen kaum öffentlich diskutiert, zum zweiten ist er der Abschluss der noch zu gestaltenden Reitbahnbebauung und damit zum Arheilger Geschäftszentrums gehörig, zum dritten fließt hier der Verkehrsstrom von der Messeler Straße aus Kranichstein nach Norden auf die neue B3, und der hat seit der Eröffnung der Ortsumgehung (B3 neu) stark zugenommen. Mit Schwanen, Schreiberpforte und Grüner Baum besteht bereits ein guter Rahmen für einen kleinen Platz mit Straßenbahnhaltestelle und Baumallee.

Wichtig für die Aufwertung der Reitbahn als Geschäftsstraße ist, dass sie auch eine attraktive Straßenbahnhaltestelle erhält. Welcher Ort wäre dafür geeigneter als der Platz zwischen den zurückgesetzten Fassaden des Weißen Schwans auf  der einen und der Schreiberpforte auf der anderen Seite. Hier ist Platz für zwei Fahrspuren mit Straßenbahngleisen und zwei Baumreihen rechts und links, unter denen sich trefflich auf verspätete Straßenbahnen warten ließe. Wartehäuschen, Fahrplan und Fahrkartenautomat hätten ebenso Platz wie Fahrradständer, denn in diesem Bereich ist auf jeder Seite nur eine Einfahrt freizuhalten.

Die Straßenbahn würde dann von hier aus in sanftem Bogen nach Norden weiterfahren, während die Kreuzung für Autofahrer in zwei Einmündungen aufgelöst wäre. Mit einem durchgehenden Straßenzug Weiterstädter/Messeler Straße wird an eine für Arheilgen wichtige historische Straßenführung angeknüpft, die von Westen kommend an der Schreiberpforte vorbei zum alten Ortskern ging. Auf eine Ampelanlage sollte an der Kreuzung verzichtet werden. Autofahrer sind durch Rechts-vor-Links-Regelung und wegen des teils mehrfachen Überquerens von Straßenbahnschienen und Fußgängerfurten ohnehin zur Vorsicht gezwungen.

Die Reitbahn wird im Norden durch eine genau in der Achse stehende große „Dorflinde“ mit Sitzbank abgeschlossen, auch dies ein Element, das die Geschwindigkeit der Autofahrer reduzieren kann. Auf der anderen Seite der Straßenbahngleise schützt eine Art großer Schirm, der sich dort um einen Oberleitungsmast spannt, die Fußgänger vor Witterungseinflüssen, die dort warten, bevor sie eine der Fahrbahnen überqueren können.Von hier aus läuft die Frankfurter Landstraße mit zwei Gleisen auf den Fahrspuren bis zum Glockengartenweg weiter.

Dieser Testentwurf  berücksichtigt im großen und ganzen vorhandene Grundstücksgrenzen, auch an Wendekreise von Lastzügen und Schleppkurven von Gliederbussen und Hängern ist gedacht. Wurzelräume von Straßenbäumen konnten nicht ganz korrekt bemessen werden. Insgesamt jedoch formuliert die Planung ein wünschenswertes Ziel und wäre in ähnlicher Form sicher auch realisierbar.                                  

Kreisverkehr am Glockengartenweg

Mit einem Kreisel an dieser Stelle würde der von Norden kommenden KFZ-Verkehr sehr wirksam abgebremst und der nördliche Ortseingang von Arheilgen deutlich markiert. Auch wäre über den Kreisel hinweg der Wechsel der Straßenbahn auf einen eigenen Gleiskörper in Richtung Norden gut möglich. Der Vorschlag schließt die Vorstellung ein, dass die am Arheilger Ortsende geplante Straßenbahnschleife nicht in der schützenswerten Ruthsen-bachaue sondern auf der Westseite der Frankfurter Landstraße liegt. An dieser Straßenbahnschleife liegen Park-und-Ride-Plätze, und es bestehen Umsteigemöglichkeiten in Linienbusse. Die Straßenbahnlinie könnte von dieser Schleife später weitergeführt werden, indem die B3-Umgehung bei der vorhandenen Unterführung unterquert, die Aumühle mit einer eigenen Haltestelle angebunden und der S-Bahnhof Wixhausen angefahren werden könnte.

Die Straßenfläche nördlich des Glockengartenweges ist ca. 19,3 Meter breit. Das Straßenprofil nördlich des Kreisels könnte daher so aussehen, dass Straßenbahn und KFZ-Verkehr getrennt geführt werden und jeweils eine 6 Meter breite Verkehrsfläche erhalten. Westlich des Straßenbahngleiskörpers verläuft ein 1,8 Meter breiter Grünstreifen und daneben ein Fuß- und Radweg mit einer Breite von 2,5 Metern. Auf der Ostseite würde ein 0,5 Meter breiter Grünstreifen den ebenfalls 2,5 Meter breiten Fuß- und Radweg von der Straße trennen.

Auf dem freien Grundstück nördlich der Aral-Tankstelle wird als Betonung des Arheilger Ortseingangs und als klarer Abschluss der Bauzeile auf dieser Seite der Frankfurter Landstraße ein Pavillon zum Verkauf Arheilger Produkte (Spargel, Erdbeeren, Gemüse) und von Weihnachtsbäumen vorgeschlagen. Der Platz erhält eine Ein-/Ausfahrt zum Kreisel. Die Abstellmöglichkeiten auf dem Platz hängen von dessen Nutzung ab (viel Platz bei Verkauf im Pavillon, weniger Platz beim Weihnachtsbaumverkauf). Nördlich des Kreisels wird eine dreireihige Baumallee, die bis zur B3-Umgehung gehen könnte, vorgeschlagen.

Die IGAB-Arbeitsgruppe

Die Vorstellungen zur Umgestaltung der Frankfurter Landstraße in Darmstadt-Arheilgen wurden von einer Arbeitsgruppe der Interessengemeinschaft Arheilger Bürger (IGAB) erarbeitet. Beteiligte:

Karsten Bliesener, Frankfurter Landstraße 40, Archikturbüro ARGE PAS und Partner, Darmstadt

Susanne Hehn-Bliesener, Frankfurter Landstraße 40, Archikturbüro ARGE PAS und Partner Rainer Kossack, Im Erlich 27, Architekturbüro GAP, Darmstadt-Arheilgen

Rüdiger Lemke, Frankfurter Landstraße 13, IGAB-Vorstand

Rolf Morgner, Wechslerstraße 15, IGAB-Vorstand

Gerhard Schäfer, Fuchsstraße 6, IGAB-Vorstand

Will Schaumann, Frankfurter Landstraße 34, IGAB-Vorstand

Hans-Georg Varrentrapp, Grillparzerstraße 9, Professor an der FHD

 

Bürger bauen den Supermarkt
Start APo Dez.06
Bürgerinfo Sept.06
Einwendungen Juni 2004
Offenlegung Mai Juni 2004
Planungsbeirat Ergebnisse
Umbau beschlossen
APo 6.3.2002 StrabaBau
APo 1.2.2007


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