IG Arheilger Bürger

Neue Klage APo 27.2.08

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Neue Klage APo 27.2.08
Einwendung APo 3.5.07
Presse 27.2.06
Förderkreis FLK
Fluglärmbelastung
Raumordn.Verfahren

Arheilger Post Artikel 27.2.2008:

Planfeststellungsbeschluss Flughafenausbau

Darmstädter Bürger klagen

Es ist soweit — das, was viele befürchtet hatten, ist eingetroffen. Der Planfeststellungsbeschluss führt zu keinem Interessensausgleich, er bürdet den Menschen, besonders denen unter den Flugrouten, in Zukunft ein Vielfaches an Lärm, Abgasen und den Wertverlust ihrer Immobilien auf, ohne dass ein Ausgleich geschaffen würde, wie es z. B. mit dem „Nachtflugverbot“ vorgesehen war.

5 Kläger

Der Förderkreis „Fluglärmklage“ e.V. unterstützt die Klage von 5 Klägern aus Wixhausen, Arheilgen und Kranichstein, die von der Frankfurter Kanzlei Philipp-Gerlach/Teßmer fristgerecht am 25. Februar beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingereicht wurde. Diese Entscheidung wurde getroffen, weil der Planfeststellungsbeschluss in vielen Teilen fehlerhaft und unvollständig ist, und die Menschen deswegen in den nördlichen Darmstädter Stadtteilen durch Fluglärm in Zukunft extrem beeinträchtigt werden. Lärmschutzmaßnahmen, wie sie bei anderen deutschen Flughäfen in letzter Zeit üblich sind, wurden abgelehnt. Deswegen sollen jetzt alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, damit die Nachteile eines Ausbaus zumindest abgemildert werden.

Verdoppelung des Lärms bis 2020

Heute benutzen im Sommer durchschnittlich 158 Flugzeuge tagsüber die Route, KNG kurz genannt, über die nördlichen Darmstädter Stadtteile. Bis zum Jahr 2020 wird ein Anstieg auf 248 Flugzeuge und eine Verdoppelung des Taglärms erwartet. In der ersten Nachthälfte werden 43% aller Abflüge über diese Route geführt, ohne dass es längere Zeiten der Flugruhe gibt, in der gesamten Nacht sind es 32% aller startenden Flugzeuge.

17 Nachtflüge genehmigt - Lärmberechnungen falsch

Die Planfeststellungsbehörde hat das für Lufthansa prognostizierte Kontingent von 17 Flügen für die Zeit von 23 bis 5 Uhr in vollem Umfang genehmigt. Ein großer Anteil dieser Flüge soll über die Route KNG kurz geführt werden. Das Versprechen der Landesregierung, dass ein Ausbau nur mit einem „Nachtflugverbot“ von 23 bis 5 Uhr genehmigt würde, ist damit hinfällig geworden. Dabei ist völlig unklar geblieben, wer baulichen Schallschutz erhalten soll, um wenigstens nachts vor solchem Lärm, der die Gesundheit gefährdet, geschützt zu werden. Zudem basieren die Lärmberechnungen auf einer falschen Anzahl von Flugbewegungen. An keiner Stelle der Genehmigung wurde die Wertminderung von Wohneigentum infolge des Fluglärms erfasst. Ebenso sind keine Maßnahmen für eine Reduzierung des Taglärms vorgesehen, obwohl dieser in den nördlichen Stadtteilen eine Schwelle überschreiten wird, bei der Erholung und Kommunikation erheblich gestört sind. Eine Zunahme des Lärms soll bis zur Grenze der Gesundheitsbeeinträchtigung gestattet werden. Ausschließlich wirtschaftliche Interessen wurden berücksichtigt, und die Bevölkerung müsste nach dem Willen des Ministeriums die Nachteile ertragen.

Unterstützung der Klage - Sind Sie dabei ?

Eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss ist die einzige Chance, Verbesserungen durchzusetzen. Ein Erfolg ist aufgrund der großen Mängel gut denkbar. Was die 5 Kläger erreichen, nützt nicht nur ihnen, sondern vielen tausend in gleicher Weise Betroffenen. Weil das Gerichtsverfahren eine Menge Geld kosten wird, appelliert der Förderkreis an den Gemeinsinn der Bürger, das Klageverfahren durch Spenden oder Mitgliedschaft zu unterstützen.

Spendenkonto Nr. 16001880 bei Sparkasse Darmstadt, BLZ 50850150;

Informationen über

  • das Internet www.fluglaermklage.de oder

  • am 13. März 2008 um 20 Uhr im „Goldnen Löwen“, 1. Stock im Rahmen der Vorstandssitzung.
     

Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich an unsere Geschäftsstelle: (06151) 376791