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DE 25.2.2008

Ursache noch unklar

Untersuchung: Nach dem tödlichen Unfall bei Merck ermitteln die Behörden weiter
leer
Auch zwei Tage nach dem tödlichen Chemie-Unfall auf dem Firmengelände von Merck, bei dem eine 29 Jahre alte Chemikantin ums Leben kam, blieb die Ursache am Sonntag weiter unklar. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die Produktion in der Anlage für Flüssigkristalle, wo sich der Unfall ereignet hatte, heute ohne Einschränkungen weitergehen. Merck hatte die Anlage nach dem Unglück heruntergefahren.

Inzwischen haben Staatsanwaltschaft, Polizei und Merck selbst die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Vermutungen könnte es offenbar durch Lösungsmittel zu der Verpuffung gekommen.

 

FR 22.2.2008

Link mit Video-Bericht

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/darmstadt/?cnt=1292633

DE 23.2.2008

Junge Frau stirbt bei Arbeitsunfall

Die Ursache war bis zum Abend noch unklar
leer
 

DIE WERKSFEUERWEHR musste das Firmengelände von Löschschaum reinigen. Merck schaltete seine Produktionsstätte für Flüssigkristalle voraussichtlich bis Wochenbeginn ab. (Foto: Claus Völker)

Bei einem Unfall in der Darmstädter Chemiefabrik Merck ist am Freitag Vormittag eine Mitarbeiterin ums Leben gekommen. Wie das Unternehmen mitteilt, kam es in der Produktionsanlage für Flüssigkristalle um 10.25 Uhr zu einer Verpuffung.

Dabei erlitt eine Mitarbeiterin, die sich allein in dem Produktionsraum aufhielt, tödliche Verletzungen. Die Sicherheitssysteme hätten die Anlage sofort ordnungsgemäß abgeschaltet, so dass für das weitere Werksgelände und für Menschen außerhalb des Merck-Betriebsgeländes keine Gefahr bestanden habe.

Die Explosion ereignete sich einem Unternehmenssprecher zufolge in einem kleinen Raum der Produktionsanlage für Flüssigkeitskristalle, die unter anderem in TV-Geräte eingebaut werden. Wahrscheinlich seien Lösemittel verpufft. Eine Mitarbeiterin war bei der Explosion ums Leben gekommen. Der Notarzt habe den Tod der Chemikantin festgestellt.

Werksleiter Sigmar Herberg zeigte sich einer Mitteilung zufolge erschüttert und versprach eine konsequente Analyse des Unfalls. Den Angehörigen der Mitarbeiterin sprach er sein Beileid aus.

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zu dem Todesfall aufgenommen. Polizei und Feuerwehr wurden ebenfalls informiert. Weitere Verletzte seien ihm nicht bekannt, erklärte ein Polizeisprecher.

Es seien bei dem Unfall keine Chemikalien nach außen getreten, teilte das Unternehmen weiter mit. Die Werksfeuerwehr habe die Situation sofort unter Kontrolle gebracht. Letztlich sei nur ein sehr kleiner Teil der Flüssigkristallproduktion betroffen gewesen

 

Weiter lesen:

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Verpuffung und Explosion?

Beides sind schnell verlaufende Verbrennungsreaktionen

Besonders schnell ablaufende Verbrennungsreaktionen werden mit dem Oberbegriff „EXPLOSION„ beschrieben.
Eine Explosion ist eine äußerst schnell ablaufende chemische Reaktion, bei der eine Wärmeenergie in sehr kurzer Zeit freigesetzt wird.
Die bereits durch eine entstehende Kompression erwärmten Gase dehnen sich schlagartig aus und rufen gleichzeitig eine Druckwelle hervor, die für die starken Zerstörungen verantwortlich ist. Zu einer Explosion kommt es, wenn der brennbare Stoff und der Sauerstoff im richtigen Mengenverhältnis vorhanden sind, und sich beide Stoffe aufgrund einer feinen Verteilung gut miteinander vermischt haben.

Explosionsvorgänge werden unterschieden in:

1. Deflagration

2. Verpuffung

3. Detonation
 

Deflagration

Eine Deflagration ist eine Explosion deren Reaktionsgeschwindigkeit  deutlich unterhalb der Schallgeschwindigkeit verläuft. Dabei entstehen Drücke bis ca. 10 bar. Begleitet wird die Deflagration von einem sehr heftigen Knall und weitreichenden Stichflammen. Die Reaktionsgeschwindigkeit wird in m/sec gemessen. Ein Sonderfall der Deflagration ist die Verpuffung.

Verpuffung

Eine Verpuffung ist gewissermaßen eine schwache Explosion, die mit geringer Druckentwicklung und schwacher Geräuschentwicklung abläuft. Mit einer Verpuffung ist immer dann zu rechnen, wenn Gas-Luft-Gemische oder Staub-Luft-Gemische in der  Nähe  ihrer  Explosionsgrenze  vorkommen.  Der  entstehende Druck steigt bis ca. 1 bar an, die Abbrandgeschwindigkeit beträgt cm/sec.

Detonation

Die Detonation ist eine aufs Äußerste gesteigerte Explosion. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß sich die Zündung nicht mehr durch Wärmeübertragung von einem Stoffteilchen zum benachbarten fortpflanzt, sondern es sich um ein vorverdichtetes Gemisch oder um ein Gemisch aus reinem Sauerstoff handelt. Die auftretenden Drücke bewegen sich im Bereich von 10 - 200 bar. Die Detonation wird von einem sehr heftigen Knall begleitet. Die Reaktionsgeschwindigkeit bewegt sich im km/sec. Bereich, also deutlich über der Schallgeschwindigkeit.

 

Richtlinie 96-82-EG des Rates vom 9. Dezember 1996 zur Beherrschung der Gefahren bei schweren Unfällen mit gefährlichen Stoffen

 

 


Copyright@2012 by IGAB   Letzte Änderung am 30 März 2012 . Danke für Ihre Anregungen