IG Arheilger Bürger

AP 25.1.07

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Was hat die Knellbebauung mit Arheilgen zu schaffen ?

Auswirkungen von Seveso II und Merck auf Arheilger Wohngebiete

Neuer Bebauungsplan für Arheilgen Südost

Die Vorbereitung der Rahmenplankonferenz Ende Februar und dabei insbesondere das Gutachten des TÜV Nord in Essen vom Juni 2006 zur Verträglichkeit des Betriebsbereichs der Fa. Merck mit den Planungen in dessen Umfeld unter dem Gesichtspunkt des § 50 BImSchG bzw. des Art. 12 der Seveso II. Richtlinie war letzte Woche Gegenstand eines längeren Gespräches des IGAB-Vorstandes, vertreten durch Wilhelm Kins, Gerhard Schäfer, Dr. Hartwig Richter und Rüdiger Lemke mit den Herren Giani, Dr. Hostalek, Becher und Dr. Sinner von der Fa. Merck.

Es ging dabei konkret um die Achtungsgrenzen zwischen dem Merck-Gelände und den benachbarten Arheilger Wohngebieten sowie den öffentlichen Verkehrsflächen und einer Baubeschränkungszone rings um das Betriebsgelände insgesamt. Kritisch angemerkt wurde dabei durch die IGAB-Vertreter, daß hier zwischen Stadt, Regierungspräsident und Merck im letzten Jahr eine Vereinbarung getroffen wurde, die zu Lasten von privaten Grundstückseigentümern geht, ohne daß diese als unmittelbar Betroffene zuvor zum Inhalt der Vereinbarung gehört oder in sonstiger Weise beteiligt wurden.

Nach §50 BImSchG soll sichergestellt werden, daß im Bereich der Raumplanung unterschiedliche Nutzungen räumlich so zugeordnet werden, daß Immissionen auf Wohngebiete und andere schutzbedürftige Gebiete soweit wie möglich vermieden werden. Danach wurde die Firma Merck und deren Anlagen, die der Störfallverordnung unterliegen in Abhängigkeit von den gehandhabten gefährlichen Stoffen in bestimmte Abstandsklassen unterteilt. Der dabei jeweils vorgehene Abstand für bestimmte Anlagen soll Richtwert sein für den Planungsfall, um einen ausreichenden Schutz vor Gefahren bei Störfällen für die Bewohner benachbarter Wohngebiete zu sein.

Erstellt wurde das Gutachten des TÜV Nord nach dem sich Merck gegen die seitens der Stadt Darmstadt auf der Knell geplante Nutzung gewandt hatte.

Und was ist die Konsequenz für Arheilgen: Eine Bauverbotsglocke im Norden? Auf jeden Fall -so IGAB-Vorstand Wilhelm Kins und gleichzeitig auch Stadtverordneter der CDU- hat der Magistrat der Stadt Darmstadt am 20.12.2006 folgendes beschlossen:
Für den Bereich in Darmstadt-Arheilgen zwischen der Frankfurter Landstraße, Gehmerweg, Birngartenweg, Fuchsstraße und Jakob-Jung-Straße, der Kreuzkirchengemeinde, den Randwegen des Wohngebietes Arheilgen-Südost, der Grillparzerstraße, dem Grundstück der Stadtteilschule Arheilgen, dem Feldweg Im Fiedlersee, und den Randwegen des Wohngebietes Arheilgen-Südost im Osten und Süden bis zur Frankfurter Landstraße ist ein Bebauungsplan aufzustellen.

Zur Begründung wird ausgeführt, daß die Wohnbauflächen sowie Gemeinbedarfsflächen für die Kreuzkirchengemeinde und die Stadtteilschule mit einer Gesamtgröße von ca. 44 ha im Bereich der im Gutachten des TÜV Nord angesprochenen Fläche liegen und mit diesem neuen Bebauungsplan gesichert werden soll, dass es über den Bestand hinaus nicht zu wesentlichen Nachverdichtungen im Umfeld der Fa. Merck kommt. So sei es Zielsetzung des Bebauungsplans Planungsrecht zu schaffen, durch den die derzeitige Struktur des Wohngebietes festgeschrieben wird. Für Wilhelm Kins und Gerhard Schäfer ist es ganz entscheidend, wie die künftig nicht mehr zulässig sein sollende Nachverdichtung definiert wird.
Fällt darunter bereits der Ausbau eines Dachgeschosses, die Errichtung von Dachgauben oder auch das Aufstocken eines Hauses? Wie ist es mit einer bisher möglichen Hinterliegerbebauung bei den teilweise sehr großen Grundstücken?

Fragen über Fragen und keine Antworten. Auf jeden Fall waren die Vertreter der Fa. Merck bezüglich dieses Magistratsbeschlusses auch nicht informiert. Zur Information für die Arheilger Bürger ist der Übersichtsplan des zukünftigen Baugebietes A 39 beigefügt.



 


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