IG Arheilger Bürger

Widerspruch gg. Bau AP 13.6.07

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Ringbus Arheilgen AP 3.2.10
Ringbus Arheilgen AP 18.4.10
Tauchzentrum Einw.03/10
Tauchzentrum Einw.10/10
Widerspruch gg. Bau AP 13.6.07
S-Bahnhof AP 2.3.06
Plan A33
Flächennutzungsplan 3.7.2000

Arheilger Post 13.6.07:

Widerspruch gegen Merck-Bauvorhaben

Die IGAB-Mitglieder Gerhard Schäfer und Wilhelm Kins haben gegen Bauaktivitäten auf einer Teilfläche des Bebauungsplans A23 beim Baudezernat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Bessunger Straße 125, 64295 Darmstadt den folgenden Widerspruch eingelegt:

„Der Arheilger Post vom 24.Mai 2007 ist zu entnehmen, dass auf dem Nordgelände der Firma Merck unmittelbar an das Verkehrstor anschließend Hallen und Anlagen für Fremdfirmen errichtet werden sollen. Wir erheben wegen des Verdachts des Verstoßes gegen die Seveso-II-Richtlinie Widerspruch gegen die Erteilung von Baugenehmigungen auf diesem Gelände.

Begründung:
Dem Darmstädter Echo vom 15. Juli 2006 haben wir entnommen, dass unser Wohngrundstück innerhalb bzw. am Rande eines Belastungsgebietes liegt, das auf die Lagerung und Verwendung von gefährlichen Stoffen innerhalb des Betriebsgeländes der Firma Merck zurückzuführen ist. Dabei ist aus der veröffentlichten Karte zu erkennen, dass die im Norden der Firma Merck liegenden Nachbarbereiche viel stärker betroffen sind als der Bereich im Süden. Die großzügige Ausweitung der Abstandsgrenze nach Norden ist nur damit zu erklären, dass die Zusicherung von Merck, sich bezüglich der Verwendung gefährlicher Stoffe nur auf den Südbereich des Betriebsgeländes zu beschränken (Zone I) aufgekündigt ist und eine Ausdehnung dieser Aktivitäten nach Norden bereits erfolgt ist. Dies ist nun auch bezüglich der geplanten Baulichkeiten zu befürchten, da dort ggf. gefährliche Stoffe gelagert werden und dies dazu führen kann, dass bei einer erneuten Prüfung des Betriebs Merck im Hinblick auf die Seveso-ÍI-Richlinie die Abstandsgrenze noch weiter nach Norden verschoben und damit unser Eigentum verstärkt wertmindernd belastet wird. Dies ist unvereinbar mit der Seveso-II-Richtlinie, die ausdrücklich fordert, dass zu Wohngebieten ein angemessener Abstand einzuhalten ist und alle Maßnahmen zu unterlassen sind, die zu einer Zunahme der Gefährdung der Bevölkerung führen können.“

Dieser Widerspruch steht für Gerhard Schäfer und Wilhelm Kins im Zusammenhang mit dem von der Stadt Darmstadt gefassten Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan A39, veröffentlicht im Darmstädter Echo vom 04.04.2007. Ausweislich dieser Veröffentlichung sollen für den Bereich zwischen Frankfurter Landstraße, Gehmerweg, Birngartenweg, Fuchsstraße und Jakob-Jung-Straße, der Kreuzkirchengemeinde, den Radwegen des Wohngebietes Arheilgen-Südost, der Grillparzerstraße, dem Grundstück der Stadtteilschule Arheilgen, dem Feldweg Im Fiedlersee und den Radwegen des Wohngebietes Arheilgen-Südost im Osten und Süden bis zur Frankfurter Landstraße wegen Merck Baubeschränkungen festgeschrieben werden. Solange die Stadt insoweit bei ihrer uneinsichtigen Haltung verbleibt und es tatsächlich zu einem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan A39 kommen sollte, wird sich die IGAB – so wie zu Beginn ihrer Gründung – dagegen wehren, Klage erheben und in diesem Zusammenhang sowohl das Gutachten des TÜV Nord als auch die dreiseitige Vereinbarung mit dem Regierungspräsidium (zum Nachteil von Arheilgen) gerichtlich überprüfen lassen. Bei fast 600 betroffenen Grundstückseigentümern wird es nicht nur einen Kläger geben.
 


Copyright@2012 by IGAB   Letzte Änderung am 26 Januar 2012 . Danke für Ihre Anregungen