Tanklager

Vergrößerung des Tanklagers

Auf dem südlichen Teil des Geländes der Firma Merck sollen sechs neue Tanks für teils explosive Lösungsmittel entstehen. Dadurch wird die vorhandene Kapazität nahezu verdoppelt werden. Schädliche Umweltwirkungen wurden nicht ausreichend untersucht und entsprechende Einwendungen bislang unzureichend berücksichtigt.

Anfang April 2018 war in einer öffentlichen Bekanntmachung der Stadt Darmstadt zu lesen, dass die Merck KGaA das Tanklager auf dem Werksgelände mit weiteren 800 cbm erweitern will „…zur Optimierung der Versorgung der Abfüllanlage N505“ und damit „die Anlieferung zukünftig in größeren Anliefergebinden (Bahnkesselwagen, Straßentankzüge, Tankcontainer) erfolgen kann.“

Die IGAB hat gegen die geplante Maßnahme beim RP schriftlich fristgerecht (innerhalb 6 Wochen) aus folgenden Gründen Einwendungen erhoben:

  • Aus der öffentlichen Bekanntmachung ist die Brisanz des Vorhabens nicht erkennbar
  • Es werden keine Angaben zu Art und Menge der zu lagernden Stoffe gemacht
  • Es fehlt der Hinweis auf den genauen Standort im Werksgelände sowie ggf. die Beschreibung einer lokale Betroffenheit
  • Es fehlt die Benennung der derzeit bestehenden Menge von 888 cbm aus der ersichtlich gewesen wäre, dass es sich bei der geplanten Erweiterung um eine nahezu Verdoppelung der Lagerkapazität handelt
  • Sollte es zu einem Störfall kommen, hätte die geplante Maßnahme erhebliche Auswirkungen auf die umliegenden Gebiete, da es sich bei den einzulagernden Stoffen um organische Lösungsmittel, die als entzündbar, gesundheitsgefährdend und wassergefährdend, beschrieben werden

Die IGAB hat wegen der Gefährlichkeit und der großen Lagermenge der Stoffe eine Umweltverträglichkeitsprüfung gefordert.

Aktuelle Infos zu MERCK

Zusammenarbeit mit dem BBU

Die IGAB ist Mitglied des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) und wurde in diesem Fall auch vom BBU bezüglich der Einwendungen beraten. Auch der BBU hat sodann Einwendungen gegen das Tanklager erhoben. Zum Erörterungstermin beim Regierungspräsidium am 07.06.2018 ist ein Vertreter des BBU auf Kosten der IGAB angereist und hat zusammen mit den IGAB-Vorstandsmitgliedern Gabriele Lewin und Ute Dupper die erhobenen Einwendungen vertreten. Über den Erörterungstermin hat das Darmstädter Echo am 08.06.2018 berichtet. Aufgrund der Einwendungen wurden die Antragsunterlagen von Merck überarbeitet. Danach fand noch eine zweite Offenlage statt. Eine Genehmigung ist bisher (Nov. 2019) noch nicht erteilt. Die Genehmigungsunterlagen werden zu überprüfen sein.

Weitere aktuelle Projekte

Die IGAB arbeitet durchgehend an größeren und kleinen Themen die uns als Arheilger Bürger betreffen.
Dies ist nur ein Teil unserer laufenden Projekte und Maßnahmen.