Die Zukunft der Baulücke zwischen der Frankfurter Landstraße und der Darmstädter Straße war ein Thema des Arheilger Zukunftsforums, zu dem die IGAB für den 23. März in den Löwen eingeladen hatte. Ein Bericht dazu ist in der APO vom 3.3. erschienen. Nachdem die Firma ALDI die Pläne, hier einen Verbrauchermarkt mit Wohnungen darüber und dahinter zu bauen aufgegeben hat und die Stadt die Aufhebung des Bebauungsplanes A 43 betreibt, stellt sich die Frage, wie es dort nun weitergeht.

Die IGAB wollte mit ihrer Veranstaltung frühzeitig deutlich machen, dass die Vorstellungen der Bürgerschaft vor Ort bei den Entscheidungen über die Zukunft dieses Areals zu berücksichtigen sind. Daher gab am 23.03. nicht nur einen Bericht über den Werdegang des Aldiprojektes und erste Vorstellungen zu einer angepassten Bebauung, sondern auch die Möglichkeit, sich im Gespräch zu dem Thema auszutauschen. Zusätzlich konnten die Besucherinnen und Besucher ihre Ideen zur Entwicklung des Aldi-Grundstückes auf vorbereitete Umfragebögen mit Fragen wie „Welche Nutzung wünschen Sie sich in Zukunft?“ und „Welche Voraussetzungen sind ihnen für die zukünftige Nutzung wichtig?“ notieren. Diese Rückmeldungen, die auch später noch abgegeben und auch auf Facebook beantwortet werden konnten, hat die IGAB inzwischen ausgewertet.

Insgesamt haben sich 122 Personen an der Umfrage beteiligt. Da Mehrfachnennungen möglich waren, liegen zur Frage eins insgesamt 328 und zur Frage zwei insgesamt 279 Nennungen vor. Bezüglich der Frage, welche Nutzung in Zukunft gewünscht wird, wünscht sich fast ein Drittel eine gemischte Bebauung mit Wohnungen, Geschäften, Cafés usw. und ebenso fast ein Drittel eine Grün/Erholungsfläche (ggf. mit Spielplatz). Zusätzlich 20 Prozent nennen als Option weitere Einkaufmöglichkeiten. Zur Nutzungsart Kunst/Kultur haben sich nur knapp 10 Prozent bekannt. Bezüglich der zweiten Kategorie, welche Voraussetzungen für die zukünftige Nutzung wichtig sind, wird mit über 40% die Forderung, dass KlimaFrischluftschneisen beachtet werden sollen genannt und ebenfalls über 40% fordern bezüglich der Architektur der Bebauung eine Einfügung ins Ortsbild. Nur 16% fordern die Schaffung von Parkplätzen. Viele Nennungen waren mit konkreten Vorstellungen und Wünschen zur Zukunft des Areals verbunden.

Zusammengefasst hat ein kleiner aber offensichtlich in Fragen der Ortsentwicklung engagierter Kreis aus der Arheilger Bevölkerung die Ziele, die bei der Ortskernsanierung für diesen Bereich des alten Ortsrandes entwickelt wurden, bestätigt: eine gemischte Bebauung mit Wohnungen und kleinen Geschäften, mit ausreichend Grün- und Freiflächen bei Beachtung ausreichender Frischluftschneisen und einer Bebauung, die zum Ortsbild passt.

All diese Vorstellungen beachtet der ursprüngliche Bebauungsplan A 7.1, der nach Aufhebung des Bebauungsplanes A 43 wieder gelten würde. Obwohl dieser Plan aus den 80er Jahren stammt, ist er bei möglichen Anpassungen doch ein auch heutigen Anforderungen an Nachverdichtung, Klima- und Umweltschutz entsprechender guter Rahmen für Baugenehmigungen an dieser Stelle.