Am 29.10.25 hat Ute Dupper, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Arheilger Bürger im voll besetzen Saal des Muckerhauses die Ergebnisse der Fragebogenaktion bei den direkten Anwohnern vor und hinter der Kranichsteiner Bahnschranke bekannt gegeben:
Verteilt wurden 600 Fragebogen, zurück kamen 122 Antwortbögen, wobei es vielen Befragten wichtig war, ihre Antwort zu begründen oder einen Kommentar dazuzuschreiben. Diejenigen, die sich für die „kleine Lösung“ ausgesprochen haben, also einen Übergang für Fußgänger und Radfahrer bevorzugen ohne Kraftfahrzeuge, haben das begründet mit: ist günstiger, leichter und baulich schneller durchführbar, größere Chance auf Umsetzung, kürzere Bauzeit, weniger Raumbedarf, mehr Sicherheit und Stärkung Rad-/ Fußverkehr und ÖPNV. Oft war zu lesen: wir warten schon so lange, jetziger Zustand ist eine Zumutung, alles ist besser als das!
Im Ergebnis gab es 46 Kreuze für die kleine Lösung nur Radfahrer/Fußgänger und 74 für alle Verkehrsteilnehmer. Wenn man aber diejenigen berücksichtigt, die dazu geschrieben haben, dass sie die
kleine Lösung nur deshalb gewählt haben, weil sie keine realistische Umsetzungsmöglichkeit für die große Lösung sehen, dann verändert sich das Ergebnis auf 90 : 30 zugunsten einer wartefreien Übergangsmöglichkeit für alle Verkehrsteilnehmer!
Im Anschluss hat Michael Siebert, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Darmstadt, auf Karten und Luftbildern verschiedene Brücken, Rampen und Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer aufgezeigt, die hinsichtlich Machbarkeit und Finanzierung diskutiert wurden. Er hat die zahlreichen Fragen und Bedenken aufgenommen und mit den Gästen im Saal von Bild zu Bild Lösungsmöglichkeiten entwickelt.
Zum Schluss gab es überwiegende Zustimmung zu einer Brücke nur für den motorisierten Verkehr sowie einer zusätzlichen separaten Unterführung nur für Fußgänger und Radfahrer. Für diese Lösung spricht insbesondere die jeweils kompakte bauliche Ausführung: kurze Rampen für die Radfahrer, weil zur Unterführung deutlich geringere Höhe überwunden werden muss und weniger Raumbedarf für die Brücke, wenn nur 2 Fahrspuren ohne Geh- und Radwege gebraucht werden.
Das Problem, dass direkt am Bahnübergang der Platz nicht ausreicht, um alle Straßen- und Grundstückseinfahrten zu bedienen, wurde gelöst durch die Anbindung der Brücke an die Kreuzung Jägertorstraße/Bartningstraße mit einem dortigen Kreisel, Brücke wie Unterführung können beidseits des jetzigen Bahnübergangs gebaut werden, der bis zur Vollendung des Vorhabens in Betrieb bleibt und erst dann geschlossen wird. Bei einem solchen vollständigen Ersatz eines Bahnübergangs besteht der große Vorteil darin, dass die Kosten nach § 13 Eisenbahnkreuzungsgesetz von Bund, Bahn und Land getragen und die Stadt Darmstadt finanziell nicht belastet wird!
Die im Saal anwesenden Vertreter der im Stadtparlament vertretenen Parteien wurden aufgefordert, das Thema in den Fraktionen zu behandeln und sich für Verbesserungen am Bahnübergang Kranichstein einzusetzen.
